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Medizinisches Cannabis

Anbau kann starten

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat jetzt im Vergabeverfahren für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken die Zuschläge für die verbliebenen vier der insgesamt 13 Lose erteilt. »Damit ist dieses Verfahren erfolgreich abgeschlossen«, teilte das Institut mit.
Christina Müller
20.05.2019
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Der Zuschlag für die ersten neun Lose hatte die Bundesoberbehörde bereits Mitte April erteilt. Da sich laut BfArM ein unterlegener Bieter mit einem Nachprüfungsantrag an die Vergabekammer gewandt hatte, blieben vier Lose zunächst offen. Nachdem dieser Nachprüfungsantrag kürzlich zurückgezogen wurde, seien nun alle Lose verteilt. Ein fünftes Los ging dem BfArM zufolge an Aphria Deutschland, die verbleibenden drei Lose erhielt das Berliner Start-up Demecan. Im ersten Durchgang hatten sich bereits die Deutschland-Töchter der kanadischen Unternehmen Aurora und Aphria fünf beziehungsweise vier Lose gesichert. Die Ausschreibung umfasst insgesamt 10.400 kg Cannabis, verteilt auf vier Jahre mit jeweils 2600 kg. Sie ist aufgeteilt auf 13 Lose zu je 200 kg Jahresmenge. Das BfArM erwartet nach eigenen Angaben für alle 13 Lose die erste Ernte für das vierte Quartal 2020.

»Dieser Schritt ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation«, sagte BfArM-Präsident Professor Karl Broich. »Durch den erfolgreichen Abschluss des Vergabeverfahrens kann der Anbau von Cannabis in pharmazeutischer Qualität in Deutschland nun in vollem Umfang zügig umgesetzt werden.«

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