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Apotheker wollen mehr Geld für Digitalisierung

Die Apotheker in Österreich haben Bilanz gezogen. Sie kritisieren, dass für sie das Jahr 2018 voller zusätzlicher Herausforderungen steckte, es aber im Gegenzug kein Geld für ihre Mehrleistung gegeben hat. Mit Blick auf die Zusatzbelastungen durch den digitalen Wandel fordern sie eine bessere Honorierung. Das teilte der Österreichische Apothekerverband diese Woche mit.
Jennifer Evans
01.03.2019
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Besonders wichtig ist den österreichischen Apothekern, dass ihre Mehrarbeit im Zuge der Digitalisierung anerkannt und entsprechend honoriert wird. »Wir befürworten Innovationen und sehen es als umfassende Gesundheitsdienstleister Österreichs in unserer Verantwortung, nicht nur Medikamente auszugeben, sondern als kompetente Erstanlaufstelle für alle gesundheitlichen Probleme der Menschen zu fungieren – mit allen technischen Mitteln, die unsere Zeit zu bieten hat«, so der Präsident des Österreichischen Apothekerverbands Jürgen Rehak. Er fordert von der Politik eine bessere Honorierung der zusätzlichen Leistungen, die der digitale Wandel mit sich bringt.

Insbesondere die Umsetzung des E-Rezepts ist Rehak zufolge nicht ohne zusätzliche öffentliche Mittel allein von den 1370 Offizinen im Land finanzierbar. Erhebliche finanzielle Belastungen seien im Jahr 2018 zudem durch Investitionen im Bereich der E-Medikation sowie der europaweiten Fälschungsschutzlinie entstanden. Seit dem Stichtag am 9. Februar 2019 müssen alle Packungen von Rx-Medikamente spezielle Sicherheitsmerkmale tragen. Die Apotheker müssen nun den Data-Matrixcode scannen, um das Mittel auf Echtheit zu prüfen. Auch für die nächsten Jahre erwartet der Verband, dass die Zusatzbelastungen für die Apotheken steigen.

Mehr unternehmerische Freiheit fordern die Apotheker außerdem bei Entscheidungen über die Nacht- und Notdienst-Dichte. »Leider wird der wichtige Apotheken-Notdienst in der Nacht in Österreich häufig zum Late-Night-Shopping missbraucht«, bemängelt Rehak. Der Missbrauch dieser wichtigen Dienstleistung sei aber nicht mehr finanzierbar.

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