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Demenz

Künstliche Ernährung nur vorübergehend

12.01.2016
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Von Brigitte M. Gensthaler / Ältere Menschen mit Demenz haben ein erhöhtes Risiko für eine Mangelernährung. Daher sollte jeder Demenzpatient auf eine Malnutrition überprüft und sein Körpergewicht engmaschig kontrolliert werden.

 

Dies empfiehlt eine Autorengruppe der Europäischen Fachgesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) in der ersten evidenzbasierten Leitlinie zum Umgang mit Ernährungsproblemen bei Demenz. 

Unter Federführung von Professor Dr. Dorothee Volkert von der Universität Erlangen-Nürnberg publizierten die Experten 26 konsentierte Empfehlungen im Fachjournal »Clinical Nutrition« (DOI: 10.1016/j.clnu.2015.09.004).

 

Zur Optimierung der Ernährungs­situation sei neben einem regelmäßigen Screening eine frühe Intervention bei Problemen wichtig. In allen Krankheitsstadien müsse die orale Ernährung gefördert und bei Bedarf pflegerisch unterstützt werden, betonen die Autoren. Potenzielle Ursachen von Mangelernährung zu erkennen und zu eliminieren und ansprechende Mahlzeiten in einer angenehmen Umgebung anzubieten, gehört zu den Basismaßnahmen. Eine systematische Gabe von appetitsteigernden Mitteln lehnen die Autoren ab.

 

Einzelne Nährstoffe können laut Leitlinie zum Ausgleich eines nachgewiesenen Mangels, aber nicht zur Verlangsamung des kognitiven Abbaus supplementiert werden. Künstliche Ernährung wird nur bei Personen mit leichter bis mittelschwerer Demenz als zeitlich begrenzte Maßnahme zur Überwindung einer Krisensituation empfohlen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz oder in der terminalen Lebensphase sollte künstliche Ernährung nicht eingesetzt werden. Die Experten betonen aber, dass jede Entscheidung individuell zu treffen ist. Dabei müssten sowohl der Nutzen als auch der mutmaßliche Patientenwille und die generelle Prognose berücksichtigt werden. /

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