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Ökomatratzen in Verruf

24.01.2006
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Ökomatratzen in Verruf

 

dpa  Schlafen auf Ökomatratzen kann für Babys lebensgefährlich sein. Kinderschlaf-Forscher der Technischen Universität Dresden haben herausgefunden, dass eine Öko-Matte das ausgeatmete Kohlendioxid kaum durchlässt. Sollte ein Baby auf dem Bauch schlafen, bestehe die Gefahr, dass das Kind das Kohlendioxid aus der eigenen Atemluft wieder einatmet.

 

Die Ergebnisse teilten die Forscher auf einer Tagung in Dresden mit. Die von der Zeitschrift »Öko-Test« mit »sehr gut« ausgezeichnete Matratze besteht aus einem Kautschukmilchkern mit Kokosfasern, Baumwollumhüllung und einem Nesselstoffüberbezug. Durch diese Mischung würde die Luft- und Wärme-Zirkulation erheblich beeinträchtigt, was zum plötzlichen Kindstod führen könnte, berichteten die Forscher. Die Atem- und Aufwachreflexe würden gehemmt.

 

Bei einer Testreihe haben die Kinderschlaf-Forscher drei Matratzen getestet. Die Ökomatratze lässt demnach nur 20 Prozent des ausgeatmeten Kohlendioxids durch. Bei einer handelsüblichen Schaumstoffmatte sind es 42 Prozent, bei einer neuartigen Matratze aus den USA mit einer Bienenwaben-Struktur aus Bauschaum 92 Prozent.

 

Der Leiter des Kinderschlaf-Labors, Ekkehart Paditz, riet Eltern, bei der Wahl einer Babymatratze auf das Kleingedruckte zu achten. »Da zählt nicht irgendein Gütesiegel, sondern die Inhaltsstoffe, also entweder Waben oder Schaumstoff«, sagte Paditz.

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