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31.01.2012
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Musizieren schützt vor Hörverlust

 

PZ / Ältere Menschen, die ihr Leben lang regelmäßig Musik gemacht haben, können Geräusche schneller verarbeiten als ihre nicht musizierenden Altersgenossen. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler bei der Untersuchung von knapp 90 Freiwilligen herausgefunden und in der Online-Ausgabe des Fachjournals »Neurobiology of Aging« publiziert (doi: 10.1016/j.neurobiolaging.2011.12.015). Mittels aufgeklebter Elektroden maßen die Forscher die durch Sprache ausgelösten Hirnströme im Subcortex der Probanden, einer Gehirnregion, die für die Verarbeitung akustischer Reize zuständig ist. An der Studie nahmen sowohl ältere als auch jüngere Musiker und Nicht-Musiker teil. Unab­hängig davon, ob sie regelmäßig musizierten oder nicht, zeigten ältere Studienteilnehmer langsamere neuronale Reaktionen auf abrupt einsetzende Geräusche sowie vorübergehende Frequenzschwankungen als jüngere. Aus Sicht der Forscher könnte das eine Erklärung dafür sein, dass ältere Menschen häufig Probleme mit dem Verstehen von Konsonanten haben, Vokale dagegen bis ins hohe Alter gut hören können. Die altersabhängige Verlängerung der Reaktionszeit war bei Musikern allerdings weniger stark ausgeprägt als bei Nicht-Musikern. Musizieren schult demnach nicht nur das musikalische Gehör, sondern verbessert auch das Sprachverständnis älterer Menschen.

 

Mutterliebe lässt das Hirn wachsen

 

PZ / Bestimmte Hirnregionen entwickeln sich bei Kindern stärker, wenn sie in jüngsten Jahren von ihren Müttern liebevoll betreut worden sind. Das ergab eine Studie der Washington University School of Medicine in St. Louis (USA), die jetzt in den »Proceedings of the National Academy of Sciences« veröffentlicht wurde (doi: 10.1073/pnas.1118003109). Die Hippocampus-Region von Kindern, die viel Zuwendung genossen hatten, war darin durchschnittlich um 10 Prozent größer als bei Altersgenossen, bei denen dies nicht der Fall war. An der Studie waren Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren beteiligt, die bereits an einer früheren Studie teilgenommen hatten, bei der im Rahmen verschiedener Tests auch ein »Zuwendungs-Score« vergeben wurde. In der aktuellen Studie nahmen die Wissenschaftler Hirn­scans der Kinder auf und stellten eine Parallele zwischen der Größe des Zuwendungs-Scores aus der ersten Studie und dem Wachstum des Hippocampus fest. »Seit Jahren unterstreichen Studienergebnisse die Bedeutung, die eine frühzeitige förderliche Umgebung für eine gesunde Entwicklung von Kindern hat«, kommentierte Studienautorin Professor Dr. Joan L. Luby in einer Pressemitteilung der Universität. In den meisten dieser Studien wären jedoch psychosoziale Faktoren oder schulische Leistungen betrachtet worden. »Diese Studie ist meines Wissens die erste, in der tatsächlich anatomische Veränderungen im Gehirn gezeigt wurden.«

 

Herzinfarkt: Risiko steht schon früh fest

 

PZ / Wer aufs Rauchen verzichtet und seinen Blutdruck sowie Cholesterol- und Blutzuckerspiegel unter Kontrolle hat, senkt dadurch sein lebenslanges Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten. Umgekehrt erhöht aber ein Lebensstil mit mehreren Risikofaktoren bereits im mittleren Lebensalter beträchtlich die Wahrscheinlichkeit, später an einem kardiovaskulären Ereignis wie Herzinfarkt zu sterben. Das ergab eine jetzt im »New England Journal of Medicine« erschienene Metaanalyse (doi: 10.1056/NEJM oa1012848). Die Autoren um Donald M. Lloyd-Jones von der Universität Chicago (USA) bestimmten die kardiovaskulären Risikofaktoren von mehr als 250 000 Erwachsenen jeweils im Alter von 45, 55, 65 und 75 Jahren. Als Risikofaktoren galten Gesamtcholesterolspiegel höher als 180 Milligramm pro Deziliter, Blutdruck über 120/80 mm Hg, Rauchen und Diabetes mellitus. Abhängig davon berechneten die Forscher das lebenslange Risiko der Teilnehmer für tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse. Hatten Männer im Alter von 55 Jahren keine der genannten Risikofaktoren, betrug ihr Risiko, an einem kardiovaskulären Ereignis zu sterben, knapp 5 Prozent. Waren zwei oder mehr Risikofaktoren erfüllt, erhöhte sich das Risiko auf fast 30 Prozent. Bei Frauen stieg das Risiko von etwa 6 auf etwa 20 Prozent. /

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