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Finanzpolster der Krankenkassen erneut auf Rekordniveau

07.03.2018
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Von Ev Tebroke / Die Krankenkassen hatten Ende 2017 rund 3,15 Milliarden Euro auf der hohen Kante. Das war fast doppelt so viel wie im Vorjahr (2016: rund 1,62 Milliarden Euro). Insgesamt können sie sich damit zum Jahresabschluss 2017 über ein Finanzpolster von mehr als 19 Milliarden Euro freuen. Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bekannt gab, liegt die durchschnittliche Finanzreserve aller Kassen etwa bei einer Monatsausgabe und damit viermal so hoch, wie die gesetzlich festgelegte Mindestreserve.

 

Für den amtierenden Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sind die Zahlen ein guter Abschied aus dem Amt. »Alles spricht dafür, dass die Gesetzliche Krankenversicherung auch im Jahr 2018 schwarze Zahlen schreibt«, betonte er. Insgesamt haben die Kassen im vergangenen Jahr 4,3 Prozent mehr Geld eingenommen als 2016, nämlich 233,72 Milliarden Euro. Die Ausgaben erhöhten sich um 3,5 Prozent auf rund 230,56 Milliarden Euro.

Für Arzneimittel haben die Kassen 2017 mit rund 39,88 Milliarden Euro etwa 1,42 Milliarden Euro mehr ausgegeben als 2016. Das entspricht einem Zuwachs von 4 Prozent. Pro Versichertem liegen die Ausgaben damit um 2,8 Prozent höher als im Vorjahr. Am Gesamtkuchen der Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung haben die Arzneimittel aus Apotheken und von Sonstigen einen Anteil von 17 Prozent. Die Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben durch Rabattverträge mit Pharmaherstellern konnten die Kassen erneut um 4,3 Prozent steigern.

 

Im Heilmittelbereich lagen die Ausgaben um 4,5 Prozent höher als im Vorjahr. Dieser laut BMG überproportionale Anstieg basiert auf den gesetzlich verfügten Honoraranpassungen bei den Heilmittelerbringern, die seit dem zweiten Quartal 2017 gelten. Der Ausgabenanstieg bei den Hilfsmitteln fiel mit 2,8 Prozent hingegen deutlich geringer aus.

 

Während die Kassen insgesamt über ein dickes Finanzpolster verfügen, sieht es mit Blick auf die Lage des Gesundheitsfonds nicht ganz so rosig aus. Dort waren mit Stichtag 15. Januar 2018 9,1 Milliarden Euro im Topf. Auf der Einnahmenseite konnte der Fonds 2017 zwar aufgrund der sehr guten Wirtschaftslage und der Beschäftigungsentwicklung einen Zuwachs der beitragspflichtigen Einnahmen von 4,4 Prozent verbuchen. Dennoch gab er letztlich 482 Millionen Euro mehr aus als er eingenommen hat. /

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