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AOK-Vertrag

Hersteller garantieren Lieferfähigkeit

12.03.2007
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AOK-Vertrag

Hersteller garantieren Lieferfähigkeit

Von Daniel Rücker

 

Einzelne Generikahersteller, die sich am Rabattvertrag der AOK beteiligen, gehen in die Offensive. Nachdem Branchenkenner starke Zweifel daran geäußert hatten, dass die im deutschen Markt unbedeutenden Unternehmen ihre Zusagen einhalten können, garantieren diese nun ihre Lieferfähigkeit.

 

Mit elf Generikaherstellern war sich die AOK im Februar einig geworden. Diese dürfen nun zu Sonderkonditionen exklusiv alle rund 25 Millionen AOK-Versicherten mit insgesamt 43 Wirkstoffen versorgen (siehe PZ 07/07). Die AOK feierte die Vereinbarung als Erfolg, doch in der Branche machte sich Skepsis breit. In der AOK-Elf sind Unternehmen ohne Marktbedeutung vereinigt. Im vergangenen Jahr hatten sie insgesamt einen Marktanteil von rund 2 Prozent. Es ist deshalb möglich, dass einige Unternehmen nicht genug Ware liefern können.

 

Vier der elf Hersteller haben nun versucht, diese Bedenken zu zerstreuen. Die israelische Teva sowie die deutschen Unternehmen Biomo, Corax und Dexcel Pharma unterstrichen ihre Lieferfähigkeit. Die beiden Schwesterunternehmen Corax und Biomo gaben sogar eine Liefergarantie für ihre 15 Wirkstoffe ab. Offen blieb jedoch, wo oder bei wem diese Garantie einzulösen ist. Um die Lieferfähigkeit sicherzustellen, hätten sie Verträge mit großen ausländischen Generikaherstellern abgeschlossen.

 

Verträge mit anderen Herstellern

 

Dexcel Pharma sieht sich ebenfalls zu Unrecht unter Verdacht. Der Generikahersteller aus Alzenau ist AOK-Lieferant für fünf Wirkstoffe und hat unter anderem die Exklusivrechte für Captopril und Ibuprofen. Das Unternehmen habe nach der Bekanntgabe des Ausschreibungsergebnisses die Produktion deutlich gesteigert und sei deshalb lieferfähig. Vorsorglich wird für den Fall eines Engpasses gleich schon mal ein Verantwortlicher präsentiert. Wenn es zu Lieferengpässen komme, sei dies ein Fehler des Handels, also der Apotheken, die sich nicht rechtzeitig bevorratet hätten.

 

Die nach Einschätzung von Branchenkennern überzeugendste Garantie hat der israelische Generika-Riese Teva abgegeben. Das Unternehmen nimmt im internationalen Generikamarkt eine Spitzenstellung ein, war bislang jedoch auf dem deutschen Markt kaum vertreten. Das soll sich nun ändern. Teva  liefert der AOK sechs Wirkstoffe und sieht dabei keinerlei Probleme.

 

Wirklich beruhigt können die Apotheker deshalb frühestens sein, wenn der Deutsche Apothekerverband mit der AOK klare Regelungen über die Umsetzung des Vertrages getroffen hat. So muss unzweifelhaft geklärt sein, dass der Vertrag erst dann umgesetzt werden muss, wenn alle notwendigen Informationen in die Warenwirtschaftssysteme der Apotheken integriert sind und wenn sichergestellt ist, dass die Apotheken bei Lieferengpässen nicht retaxiert werden dürfen. Schützenhilfe gab es vom Gesundheitsministerium, das eine Verpflichtung der Apotheker zur Abgabe der rabattierten Medikamente an deren Verfügbarkeit gebunden sieht.

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