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Orale Kontrazeptiva

Krebsrisiko auf Dauer wenig beeinflusst

29.03.2017
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Von Kerstin A. Gräfe / Die Einnahme der Pille senkt das Risiko, an Darm-, Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. In einer britischen Studie war dieser Effekt auch nach mehr als vier Jahrzehnten noch nachweisbar. Da die Häufigkeit anderer Krebsarten vorübergehend steigt, beurteilen die Autoren den Einfluss auf das Krebsrisiko insgesamt als neutral.

Das Team um Dr. Lisa Iversen von der Universität Aberdeen stützt seine Analyse auf Daten, die seit 1968 im Rahmen der UK Royal College of General Practitioners' Oral Contraception Study gesammelt wurden. Die Studie begleitete damals etwa 23 000 Frauen, die zur Schwangerschaftsverhütung die Antibabypille einnahmen, und eine ähnlich große Kontrollgruppe. Insgesamt konnten so bis zum Jahr 2012 die Daten von 46 022 Frauen gesammelt werden, berichten die Autoren im Fachjournal »American Journal of Obstetrics and Gynaecology« (DOI: 10.1016/j.ajog.2017.02.002).

Die aktuelle Auswertung von Iversen zeigt, dass Frauen auch noch bis zu 44 Jahre nach Einnahme der Pille ein geringeres Risiko für einige Krebsarten haben. So war die Rate für Darmkrebs um 19 Prozent vermindert, die für Endo­metriumkarzinome um 34 Prozent und die für Ovarialkarzinome um 33 Prozent.

 

Während der Einnahme der Pille war das Risiko für die Entstehung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs leicht erhöht. Dieses Risiko sank laut Iversen innerhalb von fünf Jahren nach Absetzen der Pille allerdings wieder auf den Normalwert. Insgesamt sei die Krebs­risiko-Bilanz also neutral, schreiben die Forscher. Es gebe auch keine Hinweise auf Krebserkrankungen, die als Spätkomplikation erst Jahrzehnte nach der Behandlung auftreten könnten.

 

Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung seien im Grunde längst bekannt, sagte Professor Dr. Jenny Chang-Claude, Leiterin der Arbeitsgruppe Genetische Epidemiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, der Nachrichtenagentur dpa. »Was hier nochmals belegt wird, ist, dass Frauen, die die Pille genommen haben, auch langfristig keine Sorgen vor Krebs haben müssen.« Das leicht erhöhte Risiko für Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs während der Einnahme der Pille sei kein Grund, auf die sichere Verhütungsmethode zu verzichten, wenn keine anderweitigen medizinischen Gründe dagegen sprechen. /

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