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Cortison erhöht Thromboserisiko

09.04.2013
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Von Sven Siebenand / Die systemische Einnahme und die Inhalation von Glucocor­ticoiden erhöhen das Risiko, eine venöse Thromboembolie (VTE) zu erleiden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um Dr. Sigrún Alba Jóhannesdóttir vom Universitätsklinikum Aarhus, Dänemark.

 

Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin »Jama Internal Medicine« berichten, verglichen sie in ihrer Fall-Kontroll-Studie die Daten von insgesamt 38 765 Patienten, die zwischen Anfang 2005 und Ende 2011 mit einer VTE in ein Krankenhaus kamen, mit einer zehnfach so großen Kontrollgruppe aus der Bevölkerung.

Die Forscher teilten das Kollektiv in mehrere Untergruppen ein: Personen, die in den drei Monaten vor dem Auftreten der VTE eine Glucocorticoid-Verschreibung eingelöst hatten, Personen, die im Zeitraum zwischen drei Monaten und einem Jahr vor der VTE ein Cortison-Rezept eingelöst hatten und Personen, bei denen die letzte Glucocorticoid-Verordnung mindestens ein Jahr vor der VTE erfolgte (doi: 10.1001/jama internmed.2013.122).

 

Die erste Subgruppe wurde nochmals unterteilt, in Personen, die erstmals ein Corticoid erhalten hatten und solche, die Cortison kontinuierlich einnahmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die systemische Gabe von Glucocorticoiden das VTE-Risiko dann erhöht, wenn gerade Corticoide eingenommen werden. Patienten, die in den 90 Tagen vor dem Ereignis ihr Rezept einlösten – und das Cortison dann wahrscheinlich auch einnahmen –, hatten insgesamt ein um den Faktor 2,31 erhöhtes Risiko. Neuanwender hatten sogar ein um den Faktor 3,06 erhöhtes Risiko. Bei Personen, die dauerhaft Cortison einnahmen, betrug der Faktor 2,02.

 

Lag die Einnahme des Corticoids länger als 90 Tage zurück, sank auch das VTE-Risiko. Dieses war in der Gruppe der Patienten, die im Zeitraum zwischen drei Monaten und einem Jahr vor der VTE ein Cortison-Rezept eingelöst hatten, nur noch um den Faktor 1,18 erhöht. Bei Patienten, die mehr als ein Jahr zuvor ein Corticoid erhalten hatten, war kein erhöhtes Risiko mehr feststellbar.

 

Die Forscher fanden zudem heraus, dass bei Neuanwendern auch die Inhalation und die intestinale Anwendung von Corticoiden mit einem mehr als zweifach erhöhten VTE-Risiko einhergehen (Faktor 2,12 beziehungsweise Faktor 2,17). Ferner haben auch die applizierten Corticoid-Mengen einen Einfluss auf das VTE-Risiko. Eine Erklärung für diese Nebenwirkung ist die Stimulation von Blutgerinnungsfaktoren in der Leber und damit die Eindickung des Blutes. /

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