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Migräne

Almotriptan ohne Rezept

19.04.2011
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Von Maria Pues / Aus der Verschreibungspflicht wurde Almotriptan bereits im Jahr 2009 teilweise entlassen. Rezeptfrei erhältlich wird es voraussichtlich ab kommenden Monat sein.

Neben Naratriptan (Formigran®) wird ab Mai als zweites Triptan Almotriptan rezeptfrei erhältlich sein. Es kommt mit einer Dosierung von 12,5 mg pro Tablette unter dem Namen Dolortriptan® auf den Markt. Wie Formi­gran enthält eine Packung Dolortriptan zwei Tabletten. Beide sind zur Behandlung akuter Migräneattacken bei Patienten zwischen 18 und 65 Jahren zugelassen.

 

Triptane sollten bei einem Migräneanfall so früh wie möglich eingenommen werden, jedoch noch nicht während der Auraphase. In dieser ist nicht mit einer Wirkung zu rechnen, da die während des Migräneanfalls eher erweiterten Blutgefäße zu diesem Zeitpunkt noch verengt sind. Lassen die Beschwerden nicht nach, sollten die Patienten keine zweite Tablette einnehmen, da die Beschwerden vermutlich nicht durch eine Migräne verursacht werden. Gehen die Beschwerden hingegen zunächst zurück, treten dann aber erneut auf (Wiederkehrkopfschmerz), so kann frühestens zwei Stunden nach der ersten Tablette eine zweite eingenommen werden.

 

Kontraindikationen bestehen unter anderem bei Patienten mit einer Mangeldurchblutung des Herzens, Herzinfarkt sowie hohem oder schwer einstellbarem Blutdruck. Als häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit zu nennen. Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln mit Johanniskraut-Extrakt kann die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen. Wechselwirkungen können bei der gemeinsamen Anwendung von MAO-Hemmern wie Moclobemid oder selektiven Wiederaufnahmehemmern wie Fluoxetin auftreten. Eine erhöhte Gefahr für eine allergischen Reaktion auf Triptane besteht bei Patienten, die gegen Sulfonamid-Antibiotika allergisch sind. / 

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