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Neuer Wirkstoff gegen Spätdyskinesien

19.04.2017
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Von Daniela Hüttemann / Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den neuen Arzneistoff Valbenazin (Ingrezza® von Neurocrine Biosciences) zur Behandlung von Spätdyskinesien zugelassen – das erste Medikament für diese Indikation in den USA.

 

Bei dieser neurologischen Störung kommt es zu wiederholten, unfreiwilligen Bewegungen vor allem des Kiefers, der Lippen und der Zunge. Die Betroffenen ziehen Grimassen, strecken die Zunge heraus und schmatzen. Manche bewegen auch Arme und Beine unkon­trolliert oder haben Atem­beschwerden.

Spätdyskinesien können als schwere Nebenwirkung unter langfristiger Antipsychotika-Therapie auftreten, ins­besondere bei Einnahme von Neuroleptika der älteren Generation. Laut FDA ist unklar, warum manche Menschen die neurologischen Symptome entwickeln und andere nicht. Vermutlich lösen die Neuroleptika eine Dop­amin-Hypersensibilität aus.

 

Valbenazin verursacht eine reversible Reduktion der Dopamin-Freisetzung, indem es den präsynaptischen vesikulären Monoamin-Transporter Typ 2 (VMAT2) hemmt. Damit senkt der Wirkstoff die Dopamin-Konzentration im synaptischen Spalt. Valbenazin bindet mit hoher Selektivität an VMAT2, der vor allem Dopamin transportiert und nur in geringerem Ausmaß andere wichtige Neurotransmitter wie Nor­adrenalin, Serotonin und Histamin.

 

In einer Studie mit 234 Patienten reduzierte Valbenazin die Schwere unfreiwilliger Bewegungen nach sechs Wochen besser als Placebo. Als Nebenwirkungen traten unter anderem Schläfrigkeit und QT-Zeit-Verlängerung auf. Der Hersteller prüft auch eine Anwendung beim Tourette-Syndrom. In der EU hat Neurocrine Biosciences bislang keinen Zulassungsantrag eingereicht. / 

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