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Australien

Apotheker dürfen impfen

04.05.2016
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Von Jennifer Evans / Im zweitgrößten australischen Bundesstaat Queensland dürfen zertifizierte Apotheker jetzt impfen. Im März hatte die Regierung des Staates die sogenannte Gesundheitsverordnung zu Arzneimitteln und Giften dahingegen geändert.

»Das Gesetz sieht vor, dass zertifizierte Pharmazeuten Patienten auf Wunsch gegen Grippe, Masern und Keuchhusten impfen dürfen«, sagte Bruce Elliot, Präsident der Pharmaceutical Society of Australia.

Eine öffentliche Apotheke sei ein praktischer und zugleich leicht erreichbarer Ort, um solch eine lebensnotwendige Gesundheitsleistung in Anspruch zu nehmen, so Elliot. Der Regierung zufolge sollen in Zukunft vor allem die kleinen Gemeinden davon profitieren. Queensland hatte den Stein ins Rollen gebracht: Bis auf Victoria wollen jetzt alle australischen Staaten diesem Beispiel folgen.

 

»Zudem sichert dieses Gesetz, dass stets ein Pool befähigter Pharmazeuten existiert, der auch im Ernstfall einer Pandemie die Bevölkerungen schnell impfen kann«, so Elliot. Der Gesetzesänderung war ein rund zweijähriges Pilotprojekt vorangegangen, bei dem Apotheker über 35 000 Erwachsene geimpft hatten. Bei der anschließenden Befragung gaben 99,4 Prozent der Patienten an, dass sie sich in Zukunft wieder in eine­r Apotheke impfen lassen würden. Und 99,5 Prozent wollten diese Impfmöglichkeit anderen weiterempfehlen.

 

Die Impferlaubnis für Apotheker ist nicht neu: In Europa ist sie etwa in einigen Schweizer Kantonen, in Großbritannien, Portugal und Irland bereits umgesetzt. /

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