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Zytostatika-Ausschreibungen

Regierung hat keine Bedenken

04.05.2016
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Von Daniel Rücker / Die Ausschreibung der Zytostatika­versorgung lässt auch Politiker nicht kalt. Streit gibt es dabei vor allem zwischen der Bundesregierung und der Fraktion Die Linke.

Während Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, die Ausschreibung von Zytostatika heftig kritisiert, hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) keine Bedenken. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass Zytostatika-Ausschreibungen eine Gefahr für die flächendeckende Versorgung seien, schreibt Staatsekretärin Annette Widmann-Mauz in ihrer Antwort auf eine Anfrage Voglers.

Die Bundesregierung setze sich nachdrücklich für eine wohnortnahe Versorgung, faire Wettbewerbsbedingungen und die Stärkung mittelständischer Strukturen ein. Anlass zur Sorge sieht die Bundesregierung nicht. Auch wenn die Zahl der Zyto­statika-herstellenden Apotheken gesunken sei, gebe es keine Versorgungslücken. Vogler hatte eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, inwieweit die Ausschreibungen der AOK und anderer Krankenkassen die flächendeckende Versorgung mit Zytostatika gefährde.

 

Die Antwort der Staatssekretärin kann die Gesundheitspolitikerin nicht nachvollziehen. Denn die Zahl der Zytostatika-herstellenden Apotheken sei in den vergangenen fünf Jahren um ein Viertel auf 300 zurückgegangen. Dies habe negative Konsequenzen für die Patienten. Vogler: »Es zeigt sich immer wieder: Preiswettbewerb mittels Ausschreibungen und Selektivverträgen verschlechtern die Versorgung und dünnen die Anbieterlandschaft aus.« Vereinbarungen, in denen es nur um den günstigsten Preis gehe, seien der falsche Weg, so Vogler weiter. Es bestehe die Gefahr, dass Qualität und Flächendeckung auf der Strecke blieben. Vogler kündigte an, das Thema weiterzuverfolgen.

 

Keine Kursänderung

 

Mittelfristig ist nicht mit einem Kurswechsel der Bundesregierung bei Zytostatika-Ausschreibungen zu rechnen. In der Union gibt es zwar auch Kritiker am konkreten Vorgehen, grundsätzlich will das BMG aber daran festhalten. Dagegen lehnt der Verband der Zytostatika-versorgenden Apotheker Selektivverträge auf diesem Gebiet ab. Er befürchtet eine Oligopolisierung und den Verlust der flächendeckenden Versorgung. /

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