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Firmenjubiläum

100 Jahre Kreussler

04.06.2012
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Von Maria Pues, Wiesbaden / Die Chemische Fabrik Kreussler GmbH & Co. ruht auf zwei Säulen. Die Pharmasparte ist nur die kleinere von beiden, die andere dürfte Apothekern weniger bekannt sein.

Ein Familienunternehmen in vierter Generation: Das ist in der pharmazeutischen Industrie eine wohl eher seltene Erscheinung. Bei der Chemischen Fabrik Kreussler & Co. GmbH in Wiesbaden, die in diesem Jahr das hundertjährige Bestehen feiert, ist man stolz darauf, sich nicht »von Quartalsbericht zu Quartalsbericht zu hangeln« wie manch große Aktiengesellschaft. Das sagte Dr. Stephan Travers, geschäftsführender Gesellschafter, während einer Fachpressekonferenz in Wiesbaden.

Das Unternehmen gliedert sich heute in zwei Bereiche: Kreussler Textilchemie und Kreussler Pharma. Apotheker kennen das Unternehmen vor allem durch Produkte wie Aethoxysklerol®, Dequonal® und Dynexan®. Dabei hat sich das Unternehmen, das im Jahr 1912 als Spezialhaus in Anilinfarben und Chemischen Produkten für Kleiderfärberei, Chemische und Dampfwäscherei begonnen hatte, erst seit 1948 um eine Pharmasparte erweitert. Erstes Produkt war Cional® Kreussler.

 

Phlebologie und Zahnheilkunde bilden bis heute die Produktschwerpunkte. So sei Kreussler Pharma weltweit führender Hersteller von Sklerosierungsmitteln für die Verödung von Krampfadern, Hämorrhoiden und Ösophagusvarizen, erläuterte Travers. Aethoxysklerol® werde mittlerweile in über 50 Ländern vertrieben.

 

Zukunftsschwerpunkt Mundgesundheit

 

In der Zukunft möchte Kreussler Pharma mit seiner Produktpalette zur Mund- und Rachenpflege einen neuen Schwerpunkt setzen. So arbeitet der Hersteller an Neuentwicklungen, zu denen aber noch keine Einzelheiten zu erfahren waren. Ein zweiter Weg zu modernen Arzneimitteln führe jedoch nicht nur über die Entwicklung neuer Substanzen, so Dr. Joachim Otto, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter bei Kreussler Pharma, sondern über das Weglassen problematischer Hilfsstoffe wie Alkohol, Zucker, Lactose oder Gluten. Auch diesen Weg verfolge Kreussler konsequent.

 

Das Potenzial der vorhandenen Produkte sei zudem noch längst nicht ausgeschöpft, sagte Tavers. Kreussler sei mit dem schmerzlindernden Mundgel Dynexan unter anderem in Österreich (seit 1961) und Frankreich (seit 1999) sehr erfolgreich. Eine Markteinführung in Russland ist noch in diesem Jahr geplant; die Zulassung durch die Behörden ist bereits erteilt. Weitere EU-Länder sollen Schritt für Schritt folgen.

 

Dem Apotheker weniger bekannt ist die nicht-pharmazeutische Firmensparte: die Kreussler-Textilchemie, in der der überwiegende Teil der rund 180 Beschäftigten tätig ist. Hier geht es – in Zusammenarbeit mit Waschmaschinen-Hersteller Miele – vor allem um die Entwicklung und Herstellung von Produkten und Verfahren für Waschprozesse im Großmaßstab, etwa für Kliniken oder die Gastronomie. Ein halogenfreies Lösungsmittel-System, das sogenannte SystemK4, als umweltschonende Alternative zur Perchlorethylen-Reinigung sei zum weltweiten Patent angemeldet, berichtete Travers.

 

Den Firmensitz und die Produktion hat Kreussler seit 1927 in Wiesbaden-Biebrich und nach Auskunft von Travers soll das auch so bleiben: Sowohl in der Fläche als auch in der Höhe habe man noch Erweiterungsmöglichkeiten.Nicht ohne Stolz berichtete Travers, dass mehr als die Hälfte der Beschäftigten bereits länger als zehn Jahre und mehr als ein Viertel länger als 20 Jahre dem Betrieb angehören. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe man Teilzeitmodelle entwickelt und bekenne sich ausdrücklich zu seinen Mitarbeitern über 55 Jahren. / 

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