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Rheumatoide Arthritis

MTX mit Folsäure kombinieren

06.08.2013
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Von Annette Mende / Patienten, die wegen rheumatoider Arthritis mit Methotrexat (MTX) behandelt werden, sollten dazu auch Folsäure erhalten. Denn Folsäure beziehungsweise ihr Derivat Folinsäure reduzieren in niedrigen Dosen die Nebenwirkungen von MTX, ohne dessen Hauptwirkung zu beeinträchtigen. Das geht aus einer kürzlich überarbeiteten Analyse der Cochrane Collaboration hervor (doi: 10.1002/ 14651858.CD000951.pub2). 

Die Autoren um Dr. Beverley Shea von der Universität Ottawa in Kanada berücksichtigten sechs Studien mit insgesamt 624 Patienten. Täglich verabreichte, niedrig dosierte Fol- oder Folinsäure reduzierten darin signifikant die Häufigkeit gastrointestinaler Nebenwirkungen, erhöhter Leberwerte und des Abbruchs der MTX-Therapie. Die entzündungshemmende Wirkung von MTX, beurteilt anhand von Gelenkschwellung und standardisierten Scores, litt nicht unter der Supplementation.

 

Da MTX ein Folsäure-Antagonist ist, wurden in der Vergangenheit immer wieder Befürchtungen laut, dass die Einnahme von Folsäure die Wirkung des Antirheumatikums abschwächen oder sogar aufheben könnte. Allerdings ist der Wirkmechanismus von MTX bei rheumatoider Arthritis (RA) unklar, sodass dieser Zusammenhang nicht zwingend bestehen muss. Die vorliegende Studie liefert gute Argumente für die standardmäßige, niedrig dosierte Folsäure-Supplementation aller RA-Patienten unter MTX. Auch die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie weist in ihrer Leitlinie darauf hin, dass 1 mg Folsäure täglich beziehungsweise 2,5 mg Folinsäure pro Woche die Häufigkeit von Leberwerterhöhungen unter MTX verringern und die Rate an Therapieabbrüchen senken. /

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