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Fluoxetin im Mausmodell hilfreich nach Schlaganfall

02.09.2015
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Von Christina Müller / Die Einnahme des Antidepressivums Fluoxetin unmittelbar nach einem Schlaganfall kann mög­licherweise das Wiedererlangen motorischer Funktionen unterstützen. Entsprechende Studienergebnisse wurden jetzt im Fachjournal »Stroke« veröffentlicht (DOI: 10.1161/STROKEAHA.115.010471).

Die Autoren um Dr. Kwan Ng vom Johns Hopkins Hospital in Baltimore untersuchten im Mausmodell, wie sich die Einnahme des selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers auf das Zeitfenster zwischen dem Auftreten eines Schlaganfalls und dem Beginn eines Rehabilitationstrainings auswirkt. Dazu brachten sie den Mäusen zunächst bei, durch einen Schlitz hindurch nach Futter zu greifen – eine Präzisionsübung, die Mäuse natürlicherweise nicht ausführen. Anschließend induzierten die Wissenschaftler bei den Tieren einen Schlaganfall in der Hirnregion, die für diese motorische Leistung verantwortlich ist.

Nach dem Schlaganfall erhielt ein Teil der Tiere täglich eine Dosis Fluoxetin, ein anderer nicht. Einen bis sieben Tage nach dem erlittenen Schlaganfall begannen die Mäuse mit dem Rehabilitationstraining. Dieses führte bei allen Mäusen, die sofort damit begonnen hatten, zu einer nahezu vollständigen Genesung. Dagegen zeigten sich deutliche Unterschiede, wenn die Übungen erst nach einer Woche eingeleitet worden waren: Mäuse der Fluoxetin-Gruppe, die die erste Dosis binnen 24 Stunden erhalten hatten, erholten sich dann meist vollständig, die Kontrollgruppe dagegen erlangte lediglich knapp die Hälfte ihrer motorischen Fähigkeiten zurück.

 

Frühere Untersuchungen hatten nahegelegt, dass Fluoxetin nach einem Schlaganfall den Untergang von Hirnzellen verhindert. Dies konnten die Wissenschaftler anhand ihrer Ergebnisse jedoch nicht bestätigen. »Tatsächlich entdeckten wir bei den Mäusen, die Fluo­xetin bekommen hatten, sogar einen vermehrten Hirnzelltod«, sagte Assistenzprofessor Dr. Steven Zeiler stellvertretend für das Team. »Wir glauben eher, dass das Medikament die Reaktionen der Neurone auf sensorische Reize nach einem Schlaganfall verbessert.« Trotz allem, so Zeiler, spiele der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Eine Fluoxetin-Therapie, die erst eine Woche nach dem Schlaganfall begann, konnte das Outcome der Mäuse nicht mehr verbessern. /

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