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Selbsthilfetreffen

Im Dienste der Patienten

08.09.2008
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Selbsthilfetreffen

Im Dienste der Patienten

Von Bettina Sauer, Berlin

 

Im Zuge der Gesundheitsreform von 2000 wurde die unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ins Leben gerufen. Die Krankenkassen fördern sie jährlich mit 5,1 Millionen Euro. Bei einem Arbeitstreffen in Berlin informierten sich die Landesbeauftragten für Selbsthilfe der Apothekervereine und -verbände über die Einrichtung.

 

»Die UPD unterhält eine bundesweite Telefon-Hotline und 22 regionale Beratungsstellen, die Ratsuchende anrufen oder persönlich aufsuchen können«, sagte Referent Marcel Weigand von der UPD-Bundesgeschäftsstelle. »Dort ist jeweils mindestens ein Mitarbeiter spezialisiert auf medizinische, zivil- und sozialrechtliche beziehungsweise psychosoziale Fragen.«

 

Weigand präsentierte Statistiken, wonach eine Beratung durchschnittlich 17,3 Minuten dauert und in über 75 Prozent der Fälle telefonisch erfolgt. 40 Prozent der Anfragen (Mehrfachnennung möglich) betrafen Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung, 34 Prozent medizinische, 29 Prozent psychosoziale Aspekte und 25 Prozent ärztliche Behandlungsfehler. Monika Koch, Bundesbeauftragte für Selbsthilfe des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), begrüßte das Angebot: »Patienten kommen mit komplexen Problemen in die Apotheke. Wenn es beispielsweise um das Verfassen einer Patientenverfügung geht, ist es hilfreich, wenn der Apotheker sie an eine geeignete Anlaufstelle vermitteln kann.« Die Selbsthilfebeauftragten und die UPD wollen über konkrete Schritte der Zusammenarbeit beraten.

 

Wie bei ihrer letzten Sitzung im Januar beschlossen haben die Landesapothekervereine und -verbände eine Umfrageaktion gestartet. Damit möchten sie erfassen, wie sich die Hilfsmittelausschreibungen der Krankenkassen für die Betroffenen auswirken. Denn in vielen Regionen Deutschlands beziehen Patienten ihre Hilfsmittel, insbesondere Inkontinenzprodukte, nur noch von Anbietern, die diesbezüglich eine Ausschreibung der Krankenkasse gewonnen haben. Die Umfrage lief gut an, wie die Selbsthilfebeauftragten berichteten. Bis Oktober dürften genug ausgefüllte Fragebögen für eine Auswertung vorliegen. Auch Informationsveranstaltungen für Selbsthilfegruppen, die betroffene Patienten betreuen, fanden statt.

 

Als Nächstes steht am 20. September auf der Expopharm in München ein DAV-Patientenforum mit Vertretern der Selbsthilfe zum Thema »Sichere Arzneimittelversorgung« an, gefolgt von bundesweiten Apothekenaktionen zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober (siehe dazu Welt-Rheuma-Tag).

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