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Erste 6,9 Millionen Dosen Grippeimpfstoff freigegeben

10.09.2013
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Von Christina Hohmann-Jeddi / Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die ersten 6,9 Millionen Dosen Grippeimpfstoff für die Saison 2013/2014 freigegeben.

Auf seiner Website listet das Institut zwölf Vakzine auf, deren Stammanpassung für die kommende Saison bereits genehmigt wurde. Dies sind neben den Produkten von Abbott, GlaxoSmithKline (GSK) und Sanofi Pasteur auch der nasale Impfstoff Fluenz®von AstraZeneca (MedImmune) und der Grippe­impfstoff von Ratiopharm. Damit erfolgt die erste Freigabe von Dosen aufgrund von technischen Verzögerungen verhältnismäßig spät. In den Vorjahren waren die ersten Dosen bereits Anfang August freigegeben worden.

Der Influenzaimpfstoff für die Saison 2013/2014 setzt sich gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten folgender Viren zusammen: A/California/07/2009 (H1N1) pdm 09, A/Victoria/361/2011 (H3N2)–ähnlich A/Texas/50/2012, und Influenza-B/Massachusetts/2/2012. Für quadrivalente Impfstoffe werden die Antigene der oben genannten Viren sowie eine Variante von B/Brisbane/60/2008 empfohlen. Erstmals ist neben den üblichen trivalenten Vakzinen dieses Jahr auch ein tetravalenter Impfstoff verfügbar. Dabei handelt es sich um Infusplit Tetra von GSK. Seit 2012 empfehle die WHO einen zweiten B-Stamm für den saisonalen Influenzaimpfstoff, informiert das Unternehmen. Man erwarte dadurch eine breitere Abdeckung gegen Influenzaviren, um die Erkrankungszahlen während der Grippesaison noch effizienter senken zu können.

 

Die derzeitigen Erstattungsmodelle der Krankenkassen würden von Ausschreibungen und Höchst-Erstattungspreisen dominiert, so GSK. Aufgrund von Ausschreibungsmodalitäten und dem -zeitpunkt könne der tetravalente Grippeimpfstoff in dieser Impfsaison nicht für jeden zur Verfügung stehen. Nur privat Versicherte und Selbstzahler könnten ihn erhalten.

 

Ebenfalls zur Verfügung steht bereits der nasal zu applizierende Impfstoff Fluenz. Dieser ist laut Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren zu bevorzugen. Die einfache Applikation soll die Akzeptanz der jährlich zu wiederholenden Impfungen bei chronisch kranken Kindern und deren Eltern steigern. /

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