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Kinder kunstgerecht betreuen

23.10.2007
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Kinder kunstgerecht betreuen

Bei der Arzneimittelanwendung bei kleinen Patienten können große Fehler passieren. Das Institute for Safe Medication Practices veröffentlicht solche alltäglichen Fehler () und bietet damit eine Fundgrube an Wissen für Offizinapotheker, sagte Pharmazierat Dr. Wolfgang Kircher aus Peißenberg. Er informierte über Anwendungsfehler bei pädiatrischen Darreichungsformen »von A bis Z, genauer von Antibiotikumsäften bis Zäpfchen«.

 

Bei der Auswahl der Arzneimittel sollte der Apotheker auch auf Hilfsstoffe achten. Zum Beispiel kann Propylenglykol bei den Kleinen Krämpfe und Arrhythmien auslösen; Benzylalkohol und Benzoesäure können kumulieren und Niere und Leber beeinträchtigen. In der Selbstmedikation könne der Apotheker gezielt Produkte ohne diese Hilfsstoffe empfehlen. Zudem bestehen Unterschiede in der Aufbewahrungsart und Verwendungsdauer, zeigte Kircher am Beispiel von Paracetamol-Säften. In der Dauertherapie sollte man mit Ethanol-haltigen Produkten zurückhaltend sein.

 

Aromastoffe sind häufig enthalten, aber nicht immer deklariert. Gut zu wissen: Bei Unverträglichkeit gegen eine Frucht, beispielsweise Erdbeere oder Pfirsich, sind Säfte mit Erdbeer- oder Pfirsicharoma dennoch unproblematisch. Denn natürliche und naturidentische Aromastoffe werden nicht aus den namensgebenden Früchten gewonnen. Ausnahme: Arzneimittel mit Citrus- oder solche mit Pfefferminzgeschmack enthalten manchmal Citrus- oder Minzöl. Bei der Dauertherapie ist Abwechslung nötig: Es gibt kein Aroma, das Kinder bei regelmäßiger Verabreichung länger als zehn Tage tolerieren. Kirchers Tipp: Gekühlte Zubereitungen riechen weniger stark als zimmerwarme.

 

Breiten Raum widmete der Offizinapotheker den Trockensäften. Apotheker sollten immer anbieten, die Säfte gleich in der Apotheke zuzubereiten. Dies gelte besonders für Präparate mit schwieriger Herstellprozedur, bei Personen mit Sehproblemen oder gestörter Feinmotorik sowie bei fremdsprachigen Personen.

 

Bei der Anwendung kann es zu Dosierungsfehlern kommen, wenn der Saft beim Aufschütteln stabilen Schaum bildet, die Suspension sich aber bald trennt. Dann sollte man nach dem Umschütteln die Einzeldosis sofort sehr langsam ausgießen, sodass der Schaum in der Flasche bleibt. Der Königsweg für die schaumfreie Entnahme sind orale Dosierspritzen mit Flaschen-Adaptern. Damit kann man Tropfen und Säfte zudem sehr genau dosieren. Die Dosierspritzen eignen sich daher auch für flüssige Darreichungsformen mit hoch potenten Wirkstoffen.

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