Knigogo online
Davos-Konzert

Beifallssturm für vier Schwestern

15.12.2009
Datenschutz bei der PZ

Von Barbara Haack / Wie in jedem Jahr wurden auch 2009 die Gewinner des Wettbewerbs »Jugend musiziert« mit dem Sonderpreis der Bundesapothekerkammer ausgezeichnet. Vier von ihnen werden das Konzert im Rahmen des Pharmacon-Kongresses in Davos gestalten. Die Zuhörer erwartet ein spannendes Programm mit ganz besonderen Musikerinnen.

Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« in Essen: In der Beatae Mariae Virginis Schule wird die Wertung mit der sperrigen Bezeichnung »Duo Klavier und ein Streichinstrument« durchgeführt. In der Altersgruppe IV haben es ungefähr 50 Paare bis zum Bundeswettbewerb geschafft. Das heißt, sie haben bereits die Jurys ihres Regional- und ihres Landeswettbewerbs durch Spiel, Technik und Musik überzeugt und gehören damit zu den besten Nachwuchsmusikern Deutschlands. Der Blick ins Programmheft zeigt nur noch einen Beitrag für diesen Tag. Zwei Schwestern aus München stellen sich vor.

Magdalena Haubs, Klavier, ist 16 Jahre alt, Mariella an der Geige erst 14. Sie spielen eine Sonate von Camille Saint-Saëns. Wer nach dem langen Tag voller Musik gerade vor sich hinträumte oder bereits darüber nachdachte, wie der Abend gestaltet werden könnte, wurde spätestens nach den ersten Tönen hellwach. Eine solche Intensität des Spiels, eine solche Musikalität der beiden Spielerinnen, die immer aufeinander hören, die Stimme der anderen stets mitdenken, wurde an diesem Tag noch nicht gezeigt. Es passiert, was laut ungeschriebenem Gesetz bei »Jugend musiziert« nie passieren soll: Zwischen den Wettbewerbsbeiträgen der beiden Schwestern klatscht das Publikum begeistert Beifall. Kein Zweifel, diese beiden jungen Damen werden einen ersten Preis gewinnen – und den Sonderpreis der Bundesapothekerkammer dazu.

 

Verbunden ist der Sonderpreis mit dem Konzert im Rahmen des Pharmacon-Kongresses in Davos – hier werden auch die Urkunden überreicht. Dafür muss die jüngere Mariella extra aus New York anreisen, wo sie mittlerweile an der Juilliard School of Music studiert, einem der renommiertesten Ausbildungsinstitute der Welt für Musik, Tanz und Schauspiel. Magdalena ist Jungstudentin an der Musikhochschule in München – und für beide gehören Konzerte im In- und Ausland bereits zu ihrem durch und durch musikbestimmten Leben.

 

In Davos spielen die Schwestern die Sonate für Klavier und Violine von César Franck – unter Musikern ein so beliebtes Werk, dass es für verschiedenste Besetzungen umgeschrieben wurde. Auch Cellisten spielen die Sonate sehr gerne, selbst mit Saxophon war sie beim diesjährigen Wettbewerb zu hören.

 

Austoben bei der Drummerparty

 

Ähnlich beeindruckend, wenn auch konträr in Stil und Instrument, war das diesjährige Schlagzeug-Ensemble. Auch hier traten zwei Schwestern gemeinsam auf – auch hier war eine besondere Hinwendung, eine Liebe zum Instrument und zur Musik herauszuhören. Und es war schnell klar: Das ist ein erster Preis – und ein Sonderpreis für die Reise nach Davos.

Vanessa und Jessica Porter stammen aus Laupheim in Baden-Württemberg – und aus einer Musiker-, genauer: einer Schlagzeugerfamilie. Vater, Michael Porter hat sie jahrelang selbst unterrichtet. Schon im Wettbewerb haben die beiden 19 und 17 Jahre alten Musikerinnen ein vom Papa komponiertes Werk gespielt. In Davos wird die »Drummerparty« zu hören sein. Aus ihrem facettenreichen Konzertprogramm mögen die beiden das Werk ihres Vaters besonders gern, »weil man sich da am besten austoben kann«.

 

Klappt das Zusammenspiel zwischen Schwestern immer gut? Oder gibt es auch mal Streit? »Den gibt es schon auch«, berichtet Vanessa. »Aber es geht immer gut aus.« Vor allem können die beiden Schwestern viel voneinander lernen. Denn stilistisch haben sie durchaus unterschiedliche Vorlieben. Konzentriert sich Jessica auf die klassische Musik und studiert mit dem Ziel, einmal im Orchester zu spielen, so interessiert sich Jessica auch für Jazz, für außereuropäische Musik, für das Spielen in der Band. Die Unterschiedlichkeit der musikalischen Interessen befruchtet das Zusammenspielt – das Konzert in Davos wird es zeigen. Konzert-Erfahrung haben Vanessa und Jessica inzwischen vielfältig gesammelt – mit unterschiedlichen Ensembles, solistisch und als Duo. In diesem Jahr sind sie unter anderem gemeinsam beim Schleswig-Holstein-Musikfestival aufgetreten und wurden für das Festival »Young Euro Classic« in Berlin engagiert.

 

Kongressteilnehmer, die regelmäßig die Konzerte in Davos besuchen, freuen sich immer, wenn Schlagzeug auf dem Programm steht. Diese Formationen haben schon größte Begeisterung im Publikum ausgelöst. Am 10. Februar präsentieren sich zwei Schwesternpaare, deren Liebe zur Musik in jedem Ton, den sie auf der Bühne spielen, mitschwingt. /

Mehr von Knigogo

steroids-king.com

Boldenone

Pharmacom Labs