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Medizinische Betreuung via Bildschirm

02.08.2004
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Olympiade

Medizinische Betreuung via Bildschirm

von Anke Pfleger, Eschborn

Ärzte können dank moderner Medizintechnologie Diagnosen vom PC aus stellen. Die neue Digital-Imaging- und Informationstechnologie von Kodak Health Imaging wird bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Athen zur medizinischen Betreuung der Athleten eingesetzt.

Mit dem neuen System können medizinische Aufnahmen von verletzten Sportlern direkt an Spezialisten gesendet werden, ohne dass sie weit transportiert werden müssen. Die Technik ermöglicht Radiologen in der ansässigen Poliklinik, digitale Röntgenbilder, CT-Scans und andere medizinische Aufnahmen sowie Begleitberichte an ein Ärzteteam der Athener Universitätsklinik zu senden, das die medizinische Versorgung der Athleten und Funktionäre bei den Olympischen Spielen unterstützt. Dadurch ist eine schnelle Diagnose und Therapie möglich. Darüber hinaus können Mediziner schneller als bisher Aussagen treffen, ob eine weitere Teilnahme der verletzten Sportler am Wettkampf möglich ist oder nicht. Die technische Ausstattung der Poliklinik umfasst ein vollständig integriertes Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS) sowie ein Radiologieinformationssystem (RIS) für die Verwaltung und Übertragung medizinischer Aufnahmen und der dazugehörigen Informationen. Die Ärzte der Universitätsklinik verwenden eine so genannte PACS/RIS-Workstation zum Anzeigen der von der Poliklinik übertragenen Informationen. Damit stehen an einem Gerät alle für die Diagnose benötigten Daten zur Verfügung.

Davon profitiert auch ein Team von Zahnärzten, das mit dem Digital-Bildgebungssystem intra- und extraorale Dentaluntersuchen durchführen kann. Echtzeit-Farbaufnahmen von Mund- und Zahnverletzungen sind ebenfalls möglich. So kann der Arzt beispielsweise eine Zahnverletzung auf einem Computerbildschirm anzeigen, um den Befund und eine weitere Behandlung mit dem Patienten besser besprechen zu können. Damit will die Poliklinik nicht nur Notfälle adäquat versorgen, sondern vor allem Athleten aus weniger entwickelten Ländern eine optimale und schnelle Dentalversorgung ermöglichen. Es wird geschätzt, dass die Poliklinik das neue System insgesamt an bis zu 140 Patienten pro Tag anwenden wird.

Ein Großteil der medizinischen und zahnmedizinischen bildgebenden Systeme wurde vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Athen erworben und steht somit auch nach Beendigung der Wettkämpfe der Athener Bevölkerung zur Verfügung.

© 2004 GOVI-Verlag
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