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Bayer will noch besser werden

24.03.1997
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-Wirtschaft & Handel

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Bayer will noch besser werden

  Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer, Leverkusen, will nach eigenen Angaben 1997 den Umsatz auf rund 50 (Vorjahr 48,6) Milliarden DM steigern. Dabei solle das gute 1996er Ergebnis mindestens wieder erreicht, möglichst aber noch weiter verbessert werden, teilte Bayer am 18. März anläßlich der Bilanzpressekonferenz mit. Der Start ins neue Jahr sei ermutigend verlaufen. So habe das Ergebnis der beiden ersten Monate deutlich über Plan gelegen. Gleichzeitig habe der Umsatz kräftig um 8 Prozent zugelegt. Die Wachstumspolitik soll konsequent fortgesetzt werden.

Seine Eigenkapitalausstattung bezeichnet der Konzern als "gut bemessen", so daß für die überschaubare Zukunft keine Kapitalerhöhung vorgesehen sei. Das neue genehmigte Kapital von 500 Millionen DM, das die Hauptversammlung am 30. April beschließen solle, sei eine reine Vorsorgemaßnahme. "Wir haben gute Chancen, das Ergebnis 1997 zu verbessern", so Vorstandschef Manfred Schneider, auch wenn dieses Jahr einiges an Aufwand zusätzlich zu verkraften wäre.

Bayer gehe davon aus, daß auch künftig etwa 45 Prozent des Konzerngewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Voraussetzung sei, daß es keine gravierenden Veränderungen gebe, so Finanzvorstand Helmut Loehr. Für 1996 beträgt die gesamte Dividendenausschüttung des Konzerns 1,231 Milliarden DM bei 2,747 Milliarden DM Jahresüberschuß.

Rekordwerte 1996

1996 hat für Bayer bei einem Umsatz um 9 Prozent auf 48,6 Milliarden DM und einem um 13 Prozent auf 2,7 Milliarden DM verbesserten Gewinn nach Steuern neue Rekordwerte gebracht. Akquisitionen und Währungseffekte hätten das Umsatzwachstum zusätzlich begünstigt, sagte Schneider. Der Hauptversammlung soll eine um 0,20 DM auf 1,70 DM erhöhte Dividende je 5-DM-Aktie vorgeschlagen werden. Schneider: "Das entspricht unserer ertragsorientierten Dividendenpolitik." Unzufrieden zeigte sich der Bayer-Chef mit der Preisentwicklung. Der Wettbewerb habe notwendige Preisanpassungen nicht zugelassen.

Die stärksten Geschäftsimpulse kamen für Bayer 1996 aus Nordamerika, dem mit 11 Milliarden DM größten Markt des Konzerns. Zum Umsatzanstieg von 22 Prozent trugen neben der operativen Geschäftsentwicklung auch Firmenzukäufe und der gestiegene Dollarkurs bei. Dagegen blieb das Geschäft des Unternehmens in Europa mit nur 4 Prozent Wachstum unterdurchschnittlich. Grund: der konjunkturbedingte Geschäftsrückgang in Deutschland, der vor allem das Chemiegeschäft getroffen habe. Unzufrieden ist Bayer mit seinem Chemiegeschäft, das 1996 bei einem Umsatz von 9,6 Milliarden DM ( 4 Prozent) nur 1 Prozent Umsatzrendite brachte.

Die hohen Umsatzrenditen mit 16 und 17 Prozent verbuchte Bayer in den Geschäftsbereichen Gesundheit und Landwirtschaft.

Artikel von der PZ-Redaktion
   

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