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Hortensientriebe als Marihuana-Ersatz

26.01.2004
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PHARMAZIE

Hortensientriebe als Marihuana-Ersatz

 

von Johannes Seidemann, Potsdam

Im Herbst vergangenen Jahres haben Unbekannte in Brandenburg über 1000 Hortensien-Neutriebe aus privaten Gärten „abgeerntet“, vermutlich um diese nachfolgend zu rauchen. Bereits im Vorjahr wurde über ähnliche Vorkommnisse aus Schleswig-Holstein berichtet. Im November 2002 ging dort die so genannte Hortensien-Mafia um.

Hortensien (Hydrangea arborescens und andere Arten aus der Familie der Hydrangeaceae) sind aus Japan und China stammende Zierpflanzen. In der Drogenszene werden sie in den letzten Jahren als euphorisch wirkende Pflanze begehrt, deren Genuss Glücksgefühle verursacht. Die meist getrockneten Blätter oder Blüten, aber auch die Neutriebe werden geraucht. Sie erzeugen eine ähnliche Wirkung wie Haschisch und Marihuana.

Besonders in den Blättern kommt das Glykosid Hydrangin, das Iso-Cumarin Hydrangenol vor, das für Kontaktallergien verantwortlich gemacht wird. Weiterhin sind Saponine, das Chinazolinalkaloid Febrifugin (b-Dichroin) und Blausäure-Verbindungen enthalten. Insbesondere die letzteren Verbindungen werden beim Rauchen von Hortensienblättern, -blüten oder -trieben freigesetzt und sind höchst gefährlich. Somit sollte man Hortensien nicht als wenig giftig einordnen. Vor dem Rauchen von Hortensienteilen jeder Art ist dringend zu warnen und abzuraten.

© 2004 GOVI-Verlag
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