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Statine fördern Angiogenese

28.08.2000
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Statine fördern Angiogenese

PZ-Artikel

Der CSE-Hemmer Simvastatin kann nicht nur den Cholesterolspiegel senken, sondern fördert auch das Wachstum von Blutgefäßen. Über diesen zusätzlichen Effekt des Arzneistoffs berichtet das Team um Kenneth Walsh von der Tufts University School of Medicine, Boston, in der Septemberausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Medicine.

Die CSE-Hemmer sind bereits seit geraumer Zeit als Arzneimittel der Wahl bei Patienten mit hohen Cholesterolwerten etabliert, um das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen zu senken. Neuere Studienergebnisse deuten darauf hin, dass auch Patienten mit normalen Cholesterolspiegeln, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, von einer Therapie mit den Statinen profitieren. Wissenschaftler vermuten daher einen zusätzlichen Wirkmechanismus der Arzneistoffe.

Die Forscher aus Boston konnten jetzt sowohl in vitro als auch im Tiermodell an Blutgefäßen in den Hinterbeinen von Kaninchen zeigen, dass Simvastatin die Angiogenese fördert. Der Arzneistoff stimuliere wahrscheinlich die Proteinkinase Akt/PKB in den Endothelzellen, schreiben Walsh und Kollegen. Das Enzym wiederum aktiviert die endotheliale NO-Synthetase, die die Angiogenese ankurbelt.

Nach Meinung der Wissenschaftler könnten sich die Statine daher auch zur Therapie von Gefäßverschlüssen bei Patienten mit normalen Cholesterolspiegeln eignen. Vor allzu voreiligen Schlüssen warnt allerdings Michael Simons vom Angiogenesis Research Center, Boston, in einem begleitenden Kommentar. Schließlich hätte es trotz des weitverbreiteten Einsatzes der Statine in der Klinik noch keine Hinweis auf ihr Angiogenese-förderndes Potenzial gegeben. Top

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