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Tollwut-Impfung für Reisende in Risikogebiete

08.10.2001
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Tollwut-Impfung für Reisende in Risikogebiete

PZ  Viele deutsche Urlauber reisen jedes Jahr in Gebiete mit hohem Tollwutrisiko. Vor allem Individualtouristen sollten rechtzeitig an eine prophylaktische Tollwut-Impfung denken, wenn die medizinische Versorgung im Reiseland lückenhaft ist. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt eine Impfprophylaxe für alle Reisenden in diese Regionen. Darauf weist der Impfstoffhersteller Aventis Pasteur MSD in einer Pressemeldung hin.

Eine manifeste Tollwuterkrankung endet auch heute immer tödlich. Nach dem Biss eines potenziell infizierten Tieres muss schnell gehandelt werden. Die kontaminierte Körperstelle soll gründlich mit Seife gereinigt, ausgiebig mit Wasser gespült und anschließend mit Iod oder 70-prozentigebem Alkohol desinfiziert werden. Die sofortige Expositionsprophylaxe ist auch dann indiziert, wenn die Haut des Betroffenen nur oberflächlich verletzt ist und nicht blutet. Die Weltgesundheitsorganisation sieht hier fünf Impfungen vor: sofort, am 3. Tag, am 7., am 14. und am 28. Tag nach dem Biss. Zusätzlich zur sofortigen aktiven Impfung soll der Betroffene ein Tollwut-Immunglobulin erhalten.

Zu den Ländern mit hohem Expositionsrisiko gehören zum Beispiel Indien und Nepal. Dort verursachen streunende Hunde 90 Prozent aller Tollwutinfektionen. Aber auch in der Türkei sind Hundebisse der häufigste Grund für mehr als 60.000 postexositionelle Tollwutbehandlungen pro Jahr, meldet Aventis Pasteur MSD.

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